Liebe Hetzer und Denunzianten, ich hab da mal eine Frage. Jetzt wo die Verschwörungstheorien über die ihr euch die letzten zehn Monate so gern lustig gemacht habt, langsam eine nach der anderen wahr werden...lacht ihr da eigentlich immer noch??? Jetzt wo fatale Impf-Nebenwirkungen kein Gerücht mehr sind, jetzt wo Zwangstestungen und -impfungen an der Tagesordnung sind, jetzt wo Techgiganten die Meinungsfreiheit weltweit einschränken, jetzt wo kritische Ärzte ihre Zulassung verlieren, jetzt wo offensichtlich geworden ist, dass die Superreichen als die großen Gewinner aus der Krise hervorgehen, während die Armut in schwindelerregende Höhen steigt. Sitzt ihr nun immer noch so selbstgerecht da, schreit "Verschwörung" und lacht euch kaputt??? Ist es bereits bis zu euch vorgedrungen, dass diese Welt alle Würde und Menschlichkeit verloren hat oder braucht es noch ein bisschen??? Ein bisschen mehr Schmerz, ein bisschen mehr Hunger, ein bisschen mehr Hass, ein bisschen mehr Polizeigewalt??? Vielleicht ein kleiner Bürgerkrieg gefällig??? Falls es jemals so weit kommen sollte, dass bei euch der Groschen fällt, bevor diese Welt endgültig den Bach runter geht: denkt ihr, ihr werdet dann die Größe haben, euch zu entschuldigen? Bei den Freunden, die ihr verraten und bei den Nachbarn, die ihr verpfiffen habt? Bei den Angestellten, die ihr entlassen habt und bei den Kunden, die ihr erniedrigt habt? Bei den Kindern, die ihr mit den Masken gequält und bei allen Mitmenschen denen ihr das Leben schwer gemacht habt? Jetzt wo ihr hautnah miterleben dürft, wie Faschismus funktioniert und ganz sicher langsam erkennt, dass er manchmal einfach nur das Mäntelchen wechselt... können wir das Experiment endlich abbrechen oder müssen wir es wirklich zu Ende spielen, damit ihr danach sagen könnt, ihr hättet von nichts gewusst??? Netzfund! Verfasser leider unbekannt...
Die bekannte und beliebte bayerische Satirikerin Lisa Fiz durfte es im SWR nicht. Ihr Beitrag wurde von dem öffentlich rechtlichen Sender nicht nur zensiert, sondern gelöscht.
Jan Böhmermann darf im ZDF aber offenbar alles, wenn er Kinder als "Ratten", "Halbmenschen" und Pandeiemietreiber" bezeichnet.
Böhmermann machte sich in der Sendung am Freitagabend mal wieder für härtere Corona-Maßnahmen stark. Diesmal mokierte er sich allerdings nicht über Gegner der Impfpflicht, sondern über Kinder. Dass diese angesichts der derzeitigen Corona-Lage noch in den Schulen sitzen dürfen, ist ihm offenbar ein Dorn im Auge. „Was die Ratten in der Zeit der Pest waren, sind Kinder zurzeit für Covid- 19: Wirtstiere“, so der deutsche Satiriker. „Ständig infizieren sie sich mit irgendwelchen Viren, und was machen die unverantwortlichen kleinen Halbmenschen dagegen? Nix! Setzen sich jeden Tag in eiskalte Klassenräume“, so der Entertainer weiter. Böhmermann setzt noch einen drauf: "Und geimpft, geboostert sind die wenigsten, die kleinen Querdenker“. Kinder seien „noch schlimmer als Aluhutträger in der sächsischen Fußgängerzone, weil die handeln unverantwortlich, aber sehen dabei so niedlich aus“.
Wer kennt das Kinderlied nicht: Bruder Jakob, Bruder Jakob Schläfst du noch? Schläfst du noch? Hörst du nicht die Glocken? Hörst du nicht die Glocken? Ding-dang-dong, ding-dang-dong.
Dieses berühmte Kinderlied dichtetet und nicht etwa Kinder, sondern offenbar total verblödete Erwachsene bei einer Demo in Buxdehude um:
„Bruder Jakob, schläfst Du noch, denkst Du nicht? Lass Dich endlich impfen, piks, piks, piks.“
“Lass Dich endlich impfen! Piks, Piks, Piks“, singen im norddeutschen Buxtehude mit eng sitzender Maske – im Freien – Anhänger der Impfung auf die Melodie von „Bruder Jakob“. Es sind keine Kinder, die da singen, sondern Erwachsene im besten Alter.
„Und noch einmal alle, ich möchte Euch alle hören, auch durch die Maske“, ruft der Vorsänger, und singt dann: „Bruder Jakob, schläfst Du noch, denkst Du nicht? Lass Dich endlich impfen, piks, piks, piks.“ Brav singt die bemaskte Menge mit.
„Verblödung im Endstadium“, attestiert ein Twitter-Nutzer.
Es ist vorbei. Der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat am 26. Jänner 2022 ein Verordnungsprüfungsverfahren eingeleitet und an den österreichischen Gesundheitsminister ein Konvolut an Fragen übermittelt. Fragen, die bis jetzt absolut tabu waren. Die an den Grundfesten der „Pandemie“ rütteln. Der Gesundheitsminister hat für eine Antwort Zeit bis zum 18. Februar 2022. Das ist dann auch das Enddatum der „Pandemie“ in Österreich.
Im Einzelnen will der VfGH wissen, ob die Hospitalisierungs und Verstorbenenzahlen alle Infizierten erfassen. Die alte an oder mit Covid Frage. Falls alle positiv Getesteten gezählt wurden, wüsste der VfGH gerne die Begründung.
Weiters will der VfGH eine Aufschlüsselung der Covid Todes & Hospitalisierungsfälle. Wo war Corona ursächlich? Wo nur ein bedeutungsloser „positiver“ Test? Er fragt sogar nach dem Alter der Todesfälle und Hospitalisierten!
Auch für die Sinnhaftigkeit der FFP2 Maskenpflicht muss der Gesundheitsminister Belege erbringen.
Dann gehts ans Eingemachte (für die Pharmamafia). Der VfGH beziffert das Risiko, an Covid zu versterben, mit 0,15%. Er fragt, wie die absolute und relative Risikoreduktion einer Impfung zu verstehen ist. Der VfGH will wissen, wie hoch die absolute Risikoreduktion nach einer, zwei oder drei Impfungen ist. Die 95% Wirksamkeitslüge ist am Ende.
Es kommt noch besser. Die „Pandemie der Ungeimpften“ wird in Frage gestellt. Der Gesundheitsminister muss beantworten, inwieweit die „Schutzimpfung“ das Infektions, Erkrankungs und Übertragungsrisiko senkt. Da „es dem Stand der Wissenschaft zu entsprechen scheint, dass auch Personen mit Covid Schutzimpfung sich mit Sars-Cov-2 infizieren, an Covid erkranken und Sars-Cov-2 übertragen können“.
Dann geht’s in für den Gesundheitsminister gefährliche Bereiche. Der VfGH will das Hospitalisierungsrisiko nach einer Erkrankung und nach einer Impfung wissen, aufgegliedert nach Alterskohorten und Zahl der Impfungen. Hier kommen die Impfnebenwirkungen ins Spiel, die bisher so nonchalant ignoriert wurden.
Selbst der „Lockdown für Ungeimpfte“ bleibt nicht unhinterfragt. Der VfGH fragt, um wie viel höher die Bettenauslastung ohne diesen Lockdown wäre.
Die für die Regierung tödlichste Frage kommt zum Schluss. Der VfGH ersucht um Auskunft, ob es richtig ist, dass es 2021 weniger Covid Tote aber aber trotzdem eine wöchentliche Übersterblichkeit im dreistelligen Bereich gibt. Er will wissen, wie sich diese Übersterblichkeit erklärt.
All diese Fragen wurden von Querdenkern, Schwurblern und „Rächten“ seit Beginn der „Pandemie“ gestellt. Die Regierung hat sie unter tatkräftiger Beihilfe von gekauften Medien und willfährigen Experten beiseite gewischt. Damit ist jetzt Schluss. Dem VfGH muss die Regierung Rede und Antwort stehen.
Ich glaube, die Beantwortung dieser Fragen beendet die „Pandemie“. Sie beendet auch die Regierung. Es scheint, wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Lasst uns diese Lektion nicht vergessen. Freiheit stirbt nie dramatisch. Sie stirbt scheibchenweise. Wir dürfen sie nie für selbstverständlich nehmen. Wir müssen für sie kämpfen! Auch jetzt noch, bis die Machthaber in Handschellen aus ihren Ämtern entfernt wurden.
Der bayerische Ministerpräsident Söder will, dass die Bundesregierung "eine funktionierende und aussagekräftige Krankenhausampel" auf den Weg bringt. Denn die Sieben-Tage-Inzidenz habe ihre Aussagekraft verloren, erklärte Söder.
Nun auf einmal fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) von der Bundesregierung neue und verlässliche Maßstäbe zur Bewertung der Corona-Lage. Die Sieben-Tage-Inzidenz verliere in der Omikron-Welle ihre vorwarnende Wirkung, unter anderem wegen mangelnder Testkapazitäten.
Das ist Blödsinn wegen den Testkapzitäten !
Deshalb "brauchen wir ein neues Bewertungssystem, das sich an der Belegung der Krankenhausbetten orientieren sollte", sagte der CSU-Chef der "Welt am Sonntag". "Nur so erfahren wir, ob das Gesundheitssystem stabil bleibt - oder ob eine Überlastung droht." Er fügte hinzu: Der Bund sei gefordert, eine funktionierende und aussagekräftige Krankenhausampel auf den Weg zu bringen. Im Fokus: Eine mögliche Überlastung des Pflegepersonals,
Das Pflegepersonal wird wegen den Maßnahmen der Regierung überlastet, und nicht wegen Corona !
Söder sagte, diese Ampel müsse den Corona-Anteil an der Belegung der Krankenhäuser und eine mögliche Überlastung des Pflegepersonals berücksichtigen. Wichtig sei dabei: "Wir müssen wissen, wie viele Personen ausschließlich wegen Corona ins Krankenhaus kommen - und wie viele lediglich mit Corona."
Dem stimme ich zu. Dies ist schon längst mehr als überfällig !
Zuvor hatte am Freitag auch der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, erläutert, dass in dieser Pandemiephase die reine Fallzahl nicht mehr entscheidend sei. "Wir müssen jetzt in erster Linie auf die Krankheitslast und die Krankheitsschwere schauen", sagte er.
Dem Robert Koch-Institut wurden am Samstag 189.166 neue Ansteckungen gemeldet. 182 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 1.127 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Hamburgs Bürgermeister: Ampel untauglich
Gegen das von Söder geforderte bundesweit anwendbare Warnsystem sprach sich aber Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher aus. Der SPD-Politiker sagte, die Hansestadt habe ihre Entscheidungen "immer an der konkreten regionalen Pandemielage ausgerichtet, die sich als Gesamtbild aus zahlreichen unterschiedlichen Faktoren ergibt". Das Zusammenspiel der Faktoren sei komplex, so dass sich Entscheidungen nicht schematisch aus bundesweit einheitlichen Schwellenwerten ableiten ließen.
Tschentscher hat die Bevölkerung hinsichtlich der hospitalisierten Corona-Fälle in den Kliniken genaus so angelogen wie Söder !
Auch Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) widersprach. "Die Corona-Politik sollte sich um Verlässlichkeit bemühen und nicht die Bürger durch wechselnde Maßstäbe verunsichern." Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) nannte es derzeit am wichtigsten, die allgemeine Daseinsvorsorge zu sichern. Dazu gehöre der Schutz der kritischen Infrastruktur.
Giffey ist eine Plagiatorin, so wie es einst Guttenberg war der als Verteidigungsminister deshalb zurücktreten musste !
In Bayern war eine vergleichbare Krankenhaus-Ampel im September eingeführt, im November aber wieder aus der bayerischen Corona-Verordnung gestrichen worden.
Hauptkritikpunkt an der damaligen Krankenhaus-Ampel war, dass sie zu ungenau war. Ursache dafür soll der der Übermittlungsverzug bei den Fallzahlen gewesen sein. So lagen tagesaktuellen Werte für Bayern bis zu 45 Prozent zu niedrig.
Belinda Bl 1 Tage · Für Genesene...... Nach einer Infektion hat man mehr Antikörper, als nach einer Impfung und zwar ca. 1 Jahr lang. Dazu kommt aber noch die T-Zellen Immunität. Selbst wenn keine Antikörper mehr nachweisbar sind, kommt es dadurch bei einem erneuten Kontakt mit dem Virus sofort wieder zu einer Produktion entsprechender Antikörper. Man ist also weitaus besser geschützt als durch eine Impfung, da bei einer Impfung die T-Zellen Immunität völlig fehlt. Sollte man sich dennoch boostern lassen wollen, muss man eigentlich vorher seine Antikörper bestimmen lassen. Sind die noch hoch genug und man lässt sich trotzdem boostern, kann man in ziemlich gefährliche Situationen kommen, denn das Immunsystem kann total überreagieren. Es kann sogar tödlich enden. In anderen Ländern wird das von Virologen und Ärzten auch so publiziert. Nur Deutschland scheint hier die Insel der Ahnungslosen zu sein. Mit Wissenschaftlichkeit hat das Vorgehen in Deutschland nichts mehr zu tun. Entweder unsere sogenannten Experten sprechen keine Fremdsprachen und können die Publikationen ihrer Fachkollegen nicht lesen, oder sie tun dies absichtlich nicht. Oder sie sind selbst fachlich so unterbelichtet, dass sie von ihrer Materie keinerlei Ahnung haben. Man kann sich ja raus suchen, was da eher zutrifft. Nur es ist beschämend für Deutschland, wenn solche Nieten hier das Sagen haben.
Sehr Erstaunliches berichtet der öffentlich-rechtliche Sender Bayerischer Rundfunk gerade aktuiell: Corona-Fälle in Bayerns Kliniken - Verzerrtes Bild
Der Blick in die Krankenhäuser sollte eigentlich dabei helfen, die Corona-Gefahr besser einschätzen zu können. Aber die Zahlen von den Normalstationen verwirren: Auch in Bayern sind viele Corona-Patienten wegen ganz anderer Leiden in Behandlung . Von Petr Jerabek Maximilian Heim
Die Sieben-Tage-Inzidenz als zentraler Maßstab in der Corona-Pandemie war gestern - inzwischen muss laut dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) die Lage in den Kliniken wichtigstes Kriterium für Beschränkungen sein. Angesichts der Knappheit von PCR-Tests drohe bei den Sieben-Tage-Inzidenzen "ein völlig unklares Bild", sagte Söder am Montag im BR Fernsehen.
Wenn nun wegen Überlastung der Gesundheitsämter auch noch die Kontaktnachverfolgung eingeschränkt werde, "dann kann man ehrlicherweise nicht mehr davon sprechen, dass die Inzidenz irgendein Maßstab ist", räumte Söder ein. Dann bleibe als einziger Parameter die Belastung der Krankenhäuser. Doch wie aussagekräftig sind die Daten dazu aktuell? LGL listet "gemeldete hospitalisierte Fälle der letzten 7 Tage" auf
Schon jetzt ist die Zahl der Covid-19-Patienten, die stationär behandelt werden müssen, einer der Werte, mit dem die Staatsregierung die Schutzmaßnahmen in Bayern begründet. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vermeldete auf seiner Webseite zuletzt einen deutlichen Anstieg der "hospitalisierten Fälle": Die Zahl der gemeldeten neuen Corona-Patienten der vergangenen sieben Tage stieg demnach gegenüber der Vorwoche um 47,6 Prozent auf 685 (Stand: Freitag, 28.1.). Die Prozentzahl ist auf der LGL-Seite rot hinterlegt, eine Fußnote zu den Details der Daten findet sich nicht.
Dabei gibt es bei dieser Zahl mehrere Probleme. Eines davon: Es wird nicht unterschieden zwischen Patienten, die wegen ihrer Corona-Infektion in die Klinik müssen, und Menschen, die aus einem anderen Grund im Krankenhaus aufgenommen wurden und bei denen dann zusätzlich eine Infektion festgestellt wurde. In der Argumentation vieler Politiker taucht diese wichtige Unterscheidung bisher kaum auf. Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) twitterte zum Beispiel am 17. Januar: "Vorsicht und Umsicht auch bei Omikron: Wenn die Hospitalisierungsrate niedrig und Krankheitsverläufe weniger schwer bleiben, sind Lockerungen in Sicht."
Kliniken in Bayern: Viele Patienten aus anderem Grund eingewiesen
Da weder das LGL noch Bayerns Gesundheitsministerium die Daten mit genaueren Gründen für den Krankenhausaufenthalt zur Verfügung stellen können, hat der BR stichprobenartig bei mehreren Krankenhäusern in größeren bayerischen Städten nachgefragt. Alle berichten mit Blick auf ihre Normalstationen: Die Mehrzahl der positiv getesteten Patienten ist wegen anderer Erkrankungen stationär in Behandlung - Corona ist eine Nebendiagnose.
Damit zeichnet die vom LGL gemeldete Zahl der hospitalisierten Corona-Fälle ein ungenaues Bild - weil sie nicht zwangsläufig abbildet, wie viele Patienten durch die Pandemie zusätzlich zum gewöhnlichen Patientenaufkommen behandelt werden müssen. Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen wegen der Omikron-Variante dürfte sich diese Problematik noch verstärken.
So teilt etwa das Universitätsklinikum Regensburg am Donnerstag mit, dass dort im Januar bisher insgesamt 35 Patienten auf der Covid-Allgemeinstation aufgenommen worden seien - 14 davon primär wegen einer Corona-Infektion, 21 aufgrund anderer medizinischer Grunderkrankungen. Uniklinik Würzburg: Mehrzahl "mit anderem führenden Leiden"
Die Uniklinik Würzburg liefert auf BR-Anfrage Daten zu allen Corona-positiven Patienten, nicht nur auf der Allgemein- sondern auch auf der Intensivstation. Demnach wurden in der Klinik zuletzt (Stand: 27.1.) insgesamt 31 Covid-Patienten stationär behandelt - davon 10 beatmet und folglich auf der Intensivstation. Für die verbleibenden 21 Covid-Patienten auf Normalstation galt: 19 davon, also fast alle, wurden "mit anderem führenden Leiden und begleitender SARS-CoV-2-Positivität behandelt"
Im Universitätsklinikum Augsburg besteht "bei weit über der Hälfte der stationären SARS-CoV-2-infizierten Patienten eine asymptomatische oder milde verlaufende Infektion und die stationäre Krankenhausbehandlung erfolgt aus anderen Gründen". Das bedeute, dass circa 30 Patienten einen symptomfreien oder symptomarmen Verlauf hätten, teilte das Klinkum mit. "Es handelt sich hierbei häufig um gegen SARS-CoV-2 geimpfte und/oder geboosterte Patienten."
Bereits vergangene Woche zeichnete ein Sprecher des LMU Klinikums in München ein ähnliches Bild für die dortigen Covid-Stationen. Für den 18. Januar teilte er mit: "Insgesamt behandeln wir aktuell 50 Covid-19 Patienten im LMU Klinikum (Intensiv- und Normalstationen). Auf den Covid-Normalstationen sind knapp die Hälfte der Patienten wegen anderer Erkrankungen aufgenommen worden, haben nun aber ein positives Testergebnis." Das Klinikum Nürnberg konnte auf Anfrage zunächst keine Aufschlüsselung der Zahlen zur Verfügung stellen.
Mehrere Pressestellen der angefragten Krankenhäuser weisen darauf hin, dass wegen des Infektionsrisikos sämtliche Corona-positiven Patienten grundsätzlich mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen auf einer Covid-Station versorgt werden. Klar ist laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft: Jeder Corona-positive Patient bedeutet deshalb "eine Beeinträchtigung der Regelversorgung".
Eine Sprecherin des Klinikums Nürnberg ergänzt auf BR-Anfrage: "Manche Patienten mit Zweit-Diagnose Covid werden auch wegen Covid behandelt, wenn die Infektion Probleme macht." Die Charité Berlin hat laut einem "Tagesspiegel"-Bericht bereits reagiert: Dort kommen positiv getestete, aber symptomlose Patienten künftig auf die für die Haupterkrankung zuständige Station. Verzerrte Daten: Gradmesser für Corona-Belastung?
Besonders politisch sind die offenbar verzerrten Daten aber brisant. Denn die Zahl der Corona-Hospitalisierungen dient in der Argumentation vieler Politiker auch als Gradmesser dafür, wie sehr die Krankenhäuser durch die Corona-Pandemie zusätzlich belastet werden - und wie gefährlich eine Corona-Infektion ist.
Der Wissenschaftsjournalist Jan-Martin Wiarda beklagt in seinem Blog auf jmwiarda.de, dass es keine bundesweiten Statistiken zu der Frage gebe, "wie viele der Krankenhaus-Einweisungen wegen ernster Covid-19-Symptome erfolgen und bei wie vielen eine Corona-Infektion nebenbei festgestellt wird, aber nicht der Einlieferungsgrund ist". Klar sei: "Bei stark steigenden Inzidenzen und einem überwiegend milden Verlauf wie bei Omikron springt der Anteil der Nebenher-Infektionen hoch und verzerrt das Bild." Holetschek: "Problem in der Meldefrage"
Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) räumte nach einer Kabinettssitzung vergangene Woche auf Nachfrage eines Journalisten ein, dass bei der Erfassung der Hospitalisierung zwischen beiden Gruppen nicht unterschieden werde: "Mit welcher Diagnose man sozusagen ins Krankenhaus kommt - mit oder wegen Corona -, ist tatsächlich ein Problem in der Meldefrage." Dennoch habe das Krankenhaus mit jedem Corona-positiven Patienten einen größeren Mehraufwand, da er isoliert werden müsse. "Und letztendlich müssen wir schauen, dass das Gesundheitswesen insgesamt nicht überlastet ist." Daten aus anderen Bundesländern
Laut "Bild" liegen Covid-Patienten in Deutschland inzwischen "immer öfter" aus einem anderen Grund in der Klinik. Die Boulevardzeitung fragte nach eigenen Angaben in Bundesländern nach, in denen differenziertere Daten vorliegen. Demnach war im Saarland in den vergangenen zwei Wochen "nur jeder vierte offiziell gemeldete Corona-Patient tatsächlich wegen Corona im Krankenhaus". Im Dezember - also vor Omikron - sei es noch jeder Zweite gewesen.
Ähnlich sieht es demnach in anderen Bundesländern aus: In Bremen sei vergangene Woche nur bei 40 Prozent der Corona-Patienten Covid auch der Einweisungsgrund gewesen - im Dezember seien es noch 68 Prozent gewesen. In Rheinland-Pfalz habe in den vergangenen zwei Wochen mit 44 Prozent ebenfalls weniger als die Hälfte der Corona-Patienten wegen des Virus im Krankenhaus gelegen. In Baden-Württemberg sei es mit 58 Prozent noch die Mehrzahl, die Tendenz sei aber fallend. Zahl der Intensivpatienten deutlich gesunken
Die Frage, ob Patienten wegen oder mit Corona im Krankenhaus sind, spielt vor allem auf den Normalstationen eine Rolle. Auf den Intensivstationen ist die Sache offenbar klarer, wie die Antworten der bayerischen Krankenhäuser nahelegen. Demnach war vergangene Woche im LMU Klinikum lediglich einer von 13 Patienten auf einer Covid-Intensivstation wegen einer anderen Erkrankung dort.
Generell ist die Zahl der Covid-Intensivpatienten in Bayern zuletzt deutlich gesunken. Am Freitagvormittag waren laut Divi-Intensivregister in Bayern 317 Covid-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung. 161 Patienten davon mussten beatmet werden. In der Vorwoche war die Zahl der Covid-Fälle auf den Intensivstationen laut LGL gut zehn Prozent höher. Deutlich höher war die Zahl Anfang Dezember: Damals waren knapp 1.100 Corona-positive Patienten auf den bayerischen Intensivstationen. Meldeverzögerung bei Hospitalisierungen
Und eine weitere Sache kann die Hospitalisierungszahl verzerren: die Meldeverzögerung zwischen Krankenhäusern und beteiligten Behörden. Auch deshalb gab es Kritik an der zwischenzeitlich eingeführten bayerischen Krankenhausampel.
Auf BR-Nachfrage teilte das Landesamt Anfang der Woche mit: "Für die Bestimmung der Sieben-Tage-Hospitalisierung werden am LGL alle übermittelten Meldungen der vergangenen sieben Tage der Gesundheitsämter zu Hospitalisierungen berücksichtigt, unabhängig vom Tage der Hospitalisierung." Wie groß oder klein die Verzerrung ist, bleibt offen: Das LGL gibt an, der Tag der Hospitalisierung liege bei den übermittelten Fällen "größtenteils" innerhalb des Sieben-Tage-Zeitraums.
Lauterbach stellt bessere Daten in Aussicht
Wie es weitergeht mit der Zahl der hospitalisierten Corona-Fälle, ist vorerst offen. Bayerns Gesundheitsminister Holetschek erklärte vergangene Woche, dass er Handlungsbedarf sehe - aber wohl eher mittel- bis langfristig. Das Thema der Daten sei "keines, das uns insgesamt befriedigen kann", sagte er. Es brauche eine zentrale Bund-Länder-Plattform. "Wir müssen das Thema unbedingt angehen", betonte Holetschek, "als eine Lehre aus der Pandemie".
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) argumentierte am Freitag in der Bundespressekonferenz, in der Praxis spiele die Unterscheidung oft keine Rolle, ob ein Patient wegen oder mit Corona in die Klinik gekommen sei. Komme zu schweren Erkrankungen Covid dazu, sei die Prognose für Patienten schließlich deutlich schlechter. Dennoch stellte der Minister in Aussicht, dass mit Meldeverzögerungen und der fehlenden Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebendiagnose bald Schluss sein werde: Schon in wenigen Wochen könnten tagesaktuelle Daten zur Verfügung stehen. Daran werde gerade intensiv gearbeitet.
Ich habe das heute auch alles gelesen und wollte eigentlich dazu einen eigenen Blog schreiben. Die dreifach geimpfte Risikoperson Ricarda Lang (Bündnis 90 - Grüne) wegen massivem Übergergewicht, was ja angeblich ein Kriterium ist um an Corona schwer zu erkranken, hat Corona. ! Jedenfalls mit PCR-Test positiv getestet.
Und dies als sie am Mittwoch im Deutschen Bundestag noch eine Rede am Rednerpult ohne Maske gehalten hatte und unmittelbar hinter ihr auch Bundestagspräsidentin Bärbel Bas ohn Maske saß und zuvor Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am gleichen Rednerpult ebenfalls ohne Maske in das selbe Mikrofon sprach.
Wäre dies bei einer Gemeinderatssitzung bei uns passiert, wären alle Teilnehmer in Quarantäne. Was mir ja auch schon einmal passiert war.
Im Bundestag gelten jedoch andere Regeln. Als genesen gelten dort die Volksvertreterinnen und -vertreter bis 6 Monate, das gemeine Volk nun nur noch 3 Monate. In anderen EU-Ländern 12 Monate und in wieder anderen noch länger.
In England ist das inzwischen egal, in Tschechien auch (Impflicht aufgehoben), in Österreich wackelt die Impflicht gewaltig und die WHO rudert zurück. Ich könnte viele weitere Beispiele aufzählen.
Und noch eine Frage: Wo war Bundeskanzler Scholz bei der Grundsatzdebatte zur Impflicht im Bundestag ? Und warum hat er dazu nichts gesagt ?
Bautzener Vize-Landrat kündigt an: Die Impfpflicht im Gesundheitswesen wird im Kreis Bautzen NICHT durchgesetzt !
Das ist eine Ansage - an diesen Worten werden die Bürger Vizelandrat Udo Witschas und seinen vorgesetzten Michael Harig messen: Auf dem Montagsspaziergang in Bautzen kündigte Witschas an, dass der Landkreis Bautzen die Impfpflicht im medizinischen Bereich und im Gesundheitswesen NICHT umsetzen wird. Das ist ein großer Erfolg für den sächsischen Bürgerprotest und andere Landkreise müssen jetzt nachziehen! 💪
Bisweilen scheint es, als könne Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach gleichsam ex cathedra seine pseudowissenschaftlichen Erkenntnisse aus seinem Elfenbeinturm verbreiten. Bezeichnend für seine Logik, die vermutlich nur er selbst zu verstehen in der Lage ist, ist seine Einlassung in der ARD-Tagesschau: „Es wird ja niemand gegen seinen Willen geimpft. Selbst die Impfpflicht führt ja dazu, dass man sich zum Schluss freiwillig impfen lässt.“
Tags darauf fantasierte er bei Markus Lanz über die Frage, warum Großbritannien die Corona-Maßnahmen aufheben wird, während Deutschland daran festhält. Die vielen deutschen Ungeimpften seien das Problem, so der SPD-Politiker. Dabei liegt Deutschland mit seiner Impfquote von 73 Prozent sogar vor den Briten. Die Liste der Lauterbachschen Ungereimtheiten ließe sich beliebig verlängern. Lauterbach hält mit bemerkenswerter Verve an seinem Panikmodus fest
Dem Epidemiologen und Virologen Klaus Stöhr platzte nun der Kragen. „Das Irrlichtern des Karl Lauterbach fällt jetzt sogar schon Fachfremden auf“, zürnte der ehemalige Pandemiebeauftragte der WHO via Twitter: https://twitter.com/stohr_klaus/status/1482637949065994241
Seine unverhohlene Kritik bezieht sich auf ein Interview, in dem der laut Umfragen nach wie vor sehr beliebte Gesundheitsminister behauptet, dass auch Ungeimpfte, die mit Omikron erkranken, im Herbst wahrscheinlich nur einen Infektionsschutz von deutlich unter 50 Prozent gegen eine mutierte Delta-Variante hätten. „Wie weit von der wissenschaftlichen Grundlage muss man sich in öffentlichen Ämtern entfernen, bevor die medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland sich zu Wort melden?“, fragt Stöhr in seinem Tweet.
Im Gegensatz zu Lauterbach, der mit bemerkenswerter Verve seinem Panikmodus treu bleibt, sieht Stöhr in der Omikron-Variante den Anfang vom Ende der Pandemie. „Omikron ist jedenfalls der eine Teil, der uns Richtung Ende der Pandemie bringt“, sagte der 63-Jährige, der zwischen 2007 und Ende 2017 in der Impfstoffentwicklung arbeitete, gegenüber n-tv: https://www.n-tv.de/panorama/Hoffnung-in...le23062851.html Lauterbach als Bremsklotz auf dem Weg aus der Pandemie
Das Virus vermehre sich nicht mehr so häufig in der Lunge, sondern im Nasen-Rachenraum. „Dadurch steigt die Übertragungfähigkeit, aber die schweren Verläufe reduzieren sich. Das ist typisch für ein endemisches Virus.“
Der andere Teil auf dem Weg in die Endemie ist für Stöhr die natürliche Immunisierung. Die Impfung allein sei zwar „hochwirksam, um schwere Verläufe zu minimieren“. Sie allein werde aber für die allermeisten Menschen nicht ausreichen für einen langanhaltenden und breiten Immunschutz. „Ständiges Boostern ist nicht nur keine Alternative, sondern bald auch unnötig durch die jetzt sehr schnell einsetzende allgemeine natürliche Immunisierung.“
Eines der großen Hemmnisse bei der Rückkehr zur Normalität dürfte indes Karl Lauterbach sein, dessen krankhafte Fixierung auf die Pandemie zunehmend manische Züge erkennen lässt.
Leserbrief des Bayreuther Rechtsanwalts Ortwin Lowack zur Impfpflicht und Flucht des Krankenpflegepersonals
Krankenschwestern, Krankenpfleger, Heilerziehungspfleger und medizinische Fachangestellte u. a. In Hinblick auf die vom Bundestag am 10.12.2021 beschlossene Impfpflicht suchen eine neue Tätigkeit. Ich bewundere den Mut, mit dem die Betroffenen ihren bisherigen Beruf in Frage stellen und sich nach einer neuen Beschäftigung umsehen !
Ich bewundere dies nachdrücklich, auch wenn ich weiß, dass nun ein Heer der „Geimpften“ sich empört auf diese Aktion stürzen wird, leider eine Folge der in Deutschland um sich greifenden Besserwisserei im missionarischem Bewusstsein derjenigen, die – bis zum Fanatismus – glauben, als Geimpfte auf der richtigen Seite zu stehen.
Ich vermute, dass diese Euphorie der Mehrheit die psychologische Ursachen in unserem Volk hat, schnell ein Ende finden, wenn deutlich wird,
a) dass die bisherigen, nur als Not-Indikation zugelassenen Impfmittel gegen Omikron nichts oder kaum helfen und anstelle einer Einmal-Impfung mit versprochener Immunität, dritte, vierte, fünfte Booster-Impfungen, u.a. folgen sollen,
b) wenn feststeht, dass die in ihren Folgewirkungen überhaupt noch nicht richtig beurteilten und erfassten bisherigen Impfmittel Nebenwirkungen haben werden (teilweise bereits vom Paul-Ehrlich-Institut erfasst), die sich mit jeder Impfung bzw. „Boosterung“ multiplizieren ! Dies ist eine ganz einfache Rechnung, die eigentlich jedem einleuchten müsste, wenn er nicht blind in einem missionarischem Eifer als „Mehrheitlicher“ glaubt, die letzte Wahrheit, so, wie sie von den Regierenden angeordnet wurde, mit sich zu tragen !
Dabei ist völlig sinnlos, die Ungeimpften gewissermaßen als die Wurzel des Übels zu bezeichnen und zu leugnen, dass sie in der Regel durchaus gute Gründe haben, sich nicht impfen zu lassen. Die Hauptträger der Pandemie sind „Geimpfte“, die sich einbilden, danach einen besonderen Status zu haben und sich nicht mehr an die AHA-Regeln halten zu müssen.
Erst recht halte ich für unerträglich, die von ihrem in der Verfassung vorgegeben Recht, sich zu versammeln und ihre Meinung zu äußern, in geradezu grotesker Weise eingeschränkt und diffamiert werden, die, wie es ein Mediziner ausdrückte, schon Drahtseile von Nerven gegen die ständigen Anfeindungen haben müssen !
Nach Art. 8 unseres Grundgesetzes ist die Versammlungsfreiheit garantiert, in der Zwischenzeit aber durch gesetzliche Entscheidungen derart ausgehöhlt und ad absurdum geführt, das sie faktisch nicht mehr besteht und etwaige Versammlungen als „Spaziergänge“ deklariert werden müssen, wenn sie überhaupt noch durchführbar sein sollen.
Letztendlich müssten auch die „Geimpften“ dankbar dafür sein, dass der Wirrwarr an obrigkeitlichen Entscheidungen in Frage gestellt wird – und sich Menschen trauen, zu ihren Grundsätzen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu stehen.
Gerne sehe ich nun einem Sturm der Entrüstung über meine hier geäußerte, persönliche Meinungsfreiheit entgegen.
Anmerkung: Die letzte Meldung, das die Firma von Anne Will Geld von der Gates-Stiftung erhalten haben soll, ging zwar durch die Medien, ist aber eine Ente. Die Meldung setzte bei Twitter binnen Stunden einen Trend: Talkshow-Moderatorin Anne Will soll seit 2016 von der Bill & Melinda Gates Foundation 484.181 US-Dollar erhalten haben. Von einem „warmen Geldregen“ war die Rede. Und davon, dass diese Zuwendung eine weitere Top-Investition des Milliardärs gewesen ist.
Allerdings hat Anne Will nie und zu keinem Zeitpunkt je Geld aus der Gates Stiftung erhalten. Nicht sie, nicht ihre Firma und keine Firma, von der Anne Will irgendwie abhängig wäre, wie meine Recherchen inzwischen ergaben.
Brief meines Kollegen Andreas Rosenfelder von "Der WELT" den ich gerade erhielt und den ich unseren Mitgliedern und Lesern nicht vorenthalten möchte:
Lieber Herr Weichert,
im März 2020 ging ein Artikel viral, der die Welt veränderte. Er hieß: „Coronavirus: Why we must act now“, wurde in dreißig Sprachen übersetzt – und binnen weniger Tage lasen ihn vierzig Millionen Menschen. Auf Deutsch erschien der Text mit dem Titel: „Warum du jetzt handeln musst“.
Es war ein Alarmruf an alle. Doch der Autor Tomas Pueyo, ein ehemaliger Berater aus dem Silicon Valley mit Stanford-Abschluss in Verhaltenspsychologie, richtete sich besonders an Politiker, Bürgermeister und Unternehmer – also an die Verantwortlichen. Seine Botschaft: Wenn die Welt nicht dem Beispiel Wuhans folgt und sofort harte Lockdowns verhängt, droht überall der Zusammenbruch des Gesundheitssystems. „Flatten the curve“, die Kurve abflachen – das Motto der globalen Pandemiepolitik wurde von Pueyo erfunden.
Sein Appell schlug ein: Fast alle westlichen Länder folgten dem chinesischen Modell und setzten auf Lockdowns und andere Maßnahmen zur Kontaktreduzierung. Manche, darunter auch Deutschland, tun das noch heute, zwei Jahre später – mit unübersehbaren Folgen für Kinder und Jugendliche, Wirtschaft und gesellschaftliches Klima.
Aber ist heute immer noch richtig, was unter dem Ansturm der neuen Gefahr richtig erschien? Tomas Puyeo, der Prophet des Lockdowns, hat gerade einen neuen Text publiziert. Er heißt: „Coronavirus: Game Over“, Unterzeile: „Es ist Zeit, dass wir wieder anfangen zu leben.“
Pueyo vertritt darin die Auffassung, dass die Omikron-Variante, die Impfstoffe sowie das Paxlovid-Medikament die Gefahr so drastisch abgesenkt haben, dass Corona inzwischen weit weniger tödlich ist als die normale Grippe. Spätestens in einem Monat müsse die Pandemie offiziell beendet werden, selbst Maßnahmen wie die Maskenpflicht sollten dann fallen.
Die größte Gefahr sieht Puyeo inzwischen darin, dass wir nicht begreifen, dass die Corona-Gefahr überwunden sei – und dass die Regierungen, die sich an ihre „Spielzeuge“ gewöhnt haben, einfach weiter Maßnahmen verhängen, wer weiß, wie lange. „Die nächsten Monate werden sein wie die nächsten Jahre“, warnt Puyeo. „Handelt entsprechend!“
Genau das tun die Verantwortlichen in vielen Ländern gerade: Israel, das als „Labor der Welt“ mit harten Lockdowns und straffen Impfkampagnen den Kurs des Westens vorgab, denkt darüber nach, Corona in Zukunft wie eine Grippe zu behandeln – und das bei Inzidenzen von über 4000. Der Finanzminister spricht dort bereits von der Abschaffung der „Green Passes“, also der Impfausweise, die medizinisch und epidemiologisch keinen Sinn mehr ergäben. Die Impfquote liegt in Israel derzeit bei 65 Prozent, deutlich niedriger als in Deutschland.
In Großbritannien hat Boris Johnson gerade unter dem Jubel der Parlamentarier das Ende fast aller Maßnahmen und sogar der Maskenpflicht zu Ende Januar verkündet – bei einer Impfquote von 71,9 Prozent, ebenfalls etwas geringer als in Deutschland. Auch bei unseren Nachbarn in Frankreich will die Regierung einen Kalender der Lockerungen vorlegen, es herrscht Optimismus – bei 7-Tage-Inzidenzen von über 3000 und einer Impfquote von 75,5 Prozent, also höher als bei uns.
Diese Länder haben verstanden, dass Corona bleiben wird, aber selbst bei hohen Infektionszahlen keine gravierende Gefahr mehr darstellt – und dass es allerhöchste Zeit ist, wieder anzufangen zu leben. Nur Deutschland starrt geradezu panisch auf eine vergleichsweise niedrige 7-Tage-Inzidenz von 706, obwohl die Krankenhausinzidenz seit Wochen fällt. Das Land zerstreitet sich bei einer mehr als soliden Impfquote von 73 Prozent über „die Ungeimpften“ – und traut sich nicht, die Zeichen der Zeit zu lesen.
Das liegt nicht zuletzt an einem Gesundheitsminister, der die Kurve nicht kriegt – und der seinen Job vor allem darin versteht, die Angst wieder anzuheizen, wenn sie schwindet. Doch auch Karl Lauterbach wird die Entwicklung nicht aufhalten. Wir können aufatmen, es ist bald vorbei. Wir trauen uns nur noch nicht, es zu merken.
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