Der Gößweinstein-Fan
Bütt zum Fasching 2026
Von Thomas Weichert
Ihr Narren, hört, was ich euch sag,
vom Ort, den jeder gerne mag.
In Gößweinstein, da brennt die Luft,
nicht nur wegen Winkles Bratwurstduft!
Schaut euch den Hanngörg Zimmermann an,
unser’n Bürgermeister, den „Landrats-Mann“!
Er will jetzt hoch hinaus, das ist der Plan,
doch im Markt fängt der Schlamassel erst an.
Er jongliert mit Zahlen, mit Fristen und Geld,
als wär er der Retter der ganzen Welt.
Doch einer passt auf, mit Adlerblick,
und spielt ihm so manchen politischen Trick:
Der Ferdinand Haselmeier, ja, den kennt man gut,
der hat gegen die SPD jetzt richtig Wut!
Nach 50 Jahren warf er die Brocken hin,
jetzt sucht er im Rathaus-Zoff einen neuen Sinn.
Apropos Rathaus, das ist so ’ne Sache,
darüber hält das ganze Dorf die Wache!
Ins Pfarrhaus sollt’ es zieh’n, so war die Idee,
doch das Volk schrie laut: „Oje, oje!“
Der Umzug ist gestoppt, der Plan liegt flach,
jetzt ham’ wir zwei Ruinen unter’m Dach.
Und blicken wir mal in den Untergrund,
da geht es beim Kanal so richtig rund!
Die Bürger zahl’n kräftig, die Kasse ist leer,
die Sanierung der Rohre, die fällt uns echt schwer.
Da wird gebaggert und Löcher gemacht,
bis mancher im Ort über’n Abgrund noch lacht.
Ganz heikel wird’s bei den Toiletten im Ort,
da war „menschenunwürdig“ das jüngste Wort!
Im Pfarrgarten stinkt’s, in der Schule ist’s alt,
da hilft nur die Sanierung mit Bundes-Gewalt.
Ganz barrierefrei soll die Notdurft bald sein,
da kehrt im Stille-Örtchen dann Ruhe ein.
Und für die Kleinen, da bauen wir neu,
dem Kindergarten bleiben wir alle treu!
Am Stempferhof wächst er, für Millionen so viel,
hoffentlich erreichen wir 2027 das Ziel.
So bleibt’s in Gößweinstein niemals ganz still,
weil jeder hier im Ort was and’res will.
Doch heute wird gefeiert, das Glas angehoben,
auch wenn wir die Obrigkeit kräftig mal loben!
Und wollt ihr mal so richtig fluchen,
müsst ihr den Weg durchs Dorf euch suchen!
Überall Sperrung, von Ost bis nach West,
die Baustellen geben uns den Rest.
Man kurvt durch die Gassen, man wendet im Stand,
wir sind jetzt dar "Sperrbezirk-Frankenland"!.
Der Grund für das Chaos, das weiß jedes Kind,
ist, dass wir bald digitaler dann sind.
Glasfaser kommt, die Kabel sind bunt,
doch beim Buddeln, da geht es erst richtig rund.
Die Gehwege offen, der Asphalt ist weg,
dafür ham' wir überall herrlichsten Dreck.
Wir warten auf Speed, auf Internet pur,
doch bisher ham' wir die Verkehrseinschränkungen nur.
Das Netz soll zwar fliegen, so wurde versprochen,
doch erst mal wird alles im Ort aufgebrochen!.
Bis 2026, so hört man im Rat,
bleibt Gößweinsten Baustelle, welch herrlicher Staat!.
Doch halt, im Rat, da weht ein neuer Wind,
weil manche dort nicht mehr ganz einig sind!
Der Ferdinand, der macht jetzt eigene Sachen,
will’s mit der neuen Wählergruppe besser machen.
Zusammen mit dem Schorsch, dem Lang,
treiben sie den Hanngörg jetzt in die Mang’.
Die SPD, die ist für ihn nun Geschichte,
er schreibt seine eig’nen Dorf-Berichte!
Man munkelt schon leise beim Bier und beim Wein:
„Zieht da bald eine neue Übermacht ein?“
Die Fronten sind klar, der Wahlkampf beginnt,
mal seh’n, wer am Ende die Stimmen gewinnt.
Ob Haselmeier-Power oder Zimmermanns-Thron,
wir Bürger, wir warten auf die Auflösung schon!
Eins ist gewiss, es wird nicht mehr fad,
im Marktgemeinderat.
Doch wisst ihr, was das Schönste ist an uns’rer Pracht?
Dass man im Fasching über jeden Blödsinn lacht!
Ob Bürgermeister, Rat oder Oppositions-Rebell,
beim Bierchen werden alle Köpfe wieder hell.
Lasst den Kanal verstopft sein und die Straßen dicht,
wir verlier’n den Humor und die Laune doch nicht!
Ob im Pfarrhaus das Rathaus am Ende nun pennt,
oder der Haselmeier durch die neue Liste rennt –
Heut’ zählt kein Zank, kein Gesetz und kein Geld,
heut’ regiert nur der Frohsinn in uns’rer Welt!
Vom Kindergarten bis zum Greisenstand,
wir halten fest zusammen im Frankenland!
Vergesst die Parteien, das Gezänk und den Groll,
die Gläser sind leer und die Herzen sind voll.
Drum hebt nun die Humpen, stoßt kräftig mit an,
auf Gößweinstein, wo jeder noch feiern kann!
Ein Hoch auf das Dorf, auf die Narren, die Schau:
Ein dreifach donnerndes: Gößweinstein Helau