Die Fragen, die mich erreichen 1. Warum haben Sie Ihre Gastronomiebetriebe aufgegeben? Es gibt dazu unterschiedliche Aussagen.
In den letzten Wochen habe ich wahrgenommen, dass dazu auch Dinge erzählt werden, die so nicht stimmen. Deshalb ist es mir wichtig, das persönlich einzuordnen.
Die Entscheidung, unsere Gastronomiebetriebe abzugeben, hatte keine wirtschaftlichen Gründe. Sie ist in einer sehr intensiven Phase unseres Lebens entstanden: In unserer Familie gab es eine schwere Erkrankung – gleichzeitig haben wir Nachwuchs erwartet.
Gastronomie bedeutet Verantwortung – für Mitarbeitende, für Gäste und für den Betrieb. Und sie funktioniert nur, wenn man ihr mit voller Kraft gerecht werden kann.
Für uns war klar: In dieser Situation können wir diesem Anspruch nicht mehr so gerecht werden, wie wir es selbst erwarten. Deshalb haben wir uns bewusst entschieden, Verantwortung zu übernehmen – und die Betriebe in gute Hände zu übergeben.
Diese Entscheidung war nicht einfach. Im Gegenteil – sie war persönlich sehr herausfordernd.
Umso mehr bedaure ich es, wenn darüber falsche Eindrücke entstehen oder verbreitet werden. Ich stehe für einen offenen und respektvollen Umgang – gerade auch im politischen Wettbewerb.
Gleichzeitig haben wir mit dem Imbiss einen Weg gefunden, weiterhin vor Ort präsent zu bleiben – in einer Form, die zu unserer Lebenssituation passt.
Ich blicke mit großer Dankbarkeit auf diese Zeit zurück – und danke allen, die uns begleitet und unterstützt haben.
2. Was ist mit ihrem Kind und wie wollen Sie Familie mit dem Amt vereinbaren?
Meine Familie steht voll hinter mir. Mein Mann übernimmt einen Großteil der Betreuung unserer Kindes.
Ich arbeite ohnehin neben meinem Studium und bin es gewohnt, Verantwortung, Familie und Beruf zu organisieren.
Genau diese Struktur und Verlässlichkeit bringe ich auch in das Amt ein.
3. Sie sind noch sehr jung - haben Sie schon genug Erfahrung?
Ich verstehe, dass diese Frage gestellt wird.
Gleichzeitig sehe ich mein Alter auch als Chance: Ich bringe neue Perspektiven, frische Ideen und die Motivation mit, Dinge anzupacken.
Durch mein Studium, meine Arbeit im Steuerbüro und meine unternehmerische Erfahrung habe ich bereits früh Verantwortung übernommen.
Für mich zählt nicht das Alter, sondern Einsatz, Entscheidungskraft und Verantwortungsbewusstsein.
4. Sie haben keine politische Erfahrung - ist das ein Problem?
Ich sehe das nicht als Nachteil.
Ich bin nicht Teil festgefahrener Strukturen und gehe Themen unvoreingenommen an.
Mir ist wichtig, sachlich zu entscheiden und Lösungen zu finden – nicht parteipolitisch zu denken.
Gleichzeitig arbeite ich mich intensiv in alle Themen ein und bringe die Bereitschaft mit, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen.
5. Was ist mit ihrem Studium - werden Sie das abschließen ?
Ja, ich werde mein Studium abschließen.
Ich stehe kurz vor dem Ende und plane das entsprechend zu organisieren. Es ist nur ein sehr kurzer Zeitraum, der sich überschneidet.
Auch bisher habe ich Studium, Arbeit und Familie erfolgreich miteinander verbunden.
Ich bin es gewohnt, strukturiert zu arbeiten und meine Aufgaben zuverlässig zu erledigen – genau das ist auch für das Bürgermeisteramt entscheidend.
6. Gehören Sie einer Partei oder Wählergruppe an? Warum kandidieren Sie mit der NLG?
Ich bin kein Mitglied einer Partei oder Wählergruppe und kandidiere unabhängig.
Ich habe mich bewusst bei allen Gruppierungen, die im Marktgemeinderat vertreten sind, vorgestellt.
Die NLG hat mir als einzige die Möglichkeit gegeben, mich persönlich vorzustellen und diesen Weg zu gehen.
Wichtig ist mir: Ich kandidiere nicht für eine Partei – sondern für Gößweinstein.
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