Bei regnerischem Wetter wurde der im Jahre 2003 erstmals eröffnete „NaturKunstRaum Neubürg“ auf dem gleichnamigen „Zauberberg“ oberhalb von Wohnsgehaig durch Landrat Hermann Hübner (CSU) am Sonntagvormittag neu eröffnet. Bei einem Rundgang stellten die fünf neuen Künstler ihre Werke vor.
Bild vor dem neu geschaffenen Kunstwerk "Feder" von Robert Siebenhaar v.l.: Landrat Hermann Hübner, Christian Degen, Altlandrat Klaus-Günter Dietel, Robert Siebenhaar, ILE-Manager Philipp Herrmann, Bürgermeister Karl Lappe, Markus Schuster, Fritz Föttinger und Ralf Vizethum. Foto: Thomas Weichert
Landrat Hübner konnte dazu viele Gäste, unter anderem auch Altlandrat Klaus-Günter Dietel (CSU), Landtags-Vizepräsidentin Ulrike Gote (Bündnis 90/Grüne), Landtagsabgeordneten Christoph Rabenstein, die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden des Vereins „Rund um die Neubürg/Fränkische Schweiz“ und viele Kunstinteressierte begrüßen. Für die musikalische Umrahmung der kleinen Feierstunde mit Sektempfang am neu geschaffenen Info-Pavillion, der durch EU-Mittel gefördert wurde, sorgte der Posaunenchor aus Mistelgau. Eigentlich sollte die Neueröffnung schon im Sommer stattfinden. Im April machten sich jedoch Diebe ans Werk und entwendeten fünf große Steinblöcke mit einem Gewicht von jeweils einer Tonne auf der Neubürg die als Fundament für die neuen Kunstwerke dienen sollten. Laut Hübner war es nicht leicht so schnell Ersatz zu beschaffen. Die Firma Natursteinhandel aus Gefrees spendierte dann jedoch neue Fundamentsteine. Bis heute konnte der Raub der Steinblöcke noch nicht aufgeklärt werden. Das Kunstwerke auf der Neubürg vergänglich sind war von Anfang an klar und so auch beabsichtigt. Von der Natur in Besitz genommen, weil verwittert, sind inzwischen der Zeitmesser des Bremer Künstlers Uwe Mägder und „Die Öffnung der Kraft“ von Beat Breitenstein aus Insbruck. Andere Kunstwerke wurden saniert, wie die „Klatschschnäbler“ von Ernst Hingerl aus Pettenreuth. Hinzu gekommen sind nun fünf neue Kunstwerke von fünf Künstlern. Fritz Föttiger aus Obernsees nennt sein neues Kunstwerk „Balance“, Robert Siebenhaar aus Frankenhaag seines „Feder“. Die beiden Künstler sind Kulturpreisträger des Landkreises Bayreuth. Ralf Vizetum aus Culm nennt sein neues Kunstwerk „Galaxie“, Markus Schuster aus Breitenlesau seines „Zwerglein des Wohnsgehaiger Hügels“ und Christian Degen aus Hollfeld schuf den „Himmelstrichter“ neu. Somit sind nach der nun erfolgten Erweiterung der „Land-Art-Ausstellung“ auf dem 587 Meter hohem Zeugenberg insgesamt 13 Kunstwerke an einen Rundweg zu bewundern. Einige davon werden auch wieder vergänglich sein. Neu hinzu kamen auch neue Sitzbänke, die Beschilderung wurde ebenfalls erneuert und vier neue Holzwegweiser aufgestellt. Der neue Info-Pavillion ist nur wenige Meter vom Parkplatz entfernt, barrierefrei zu erreichen und informiert die Besucher über das Gebiet rund um die Neubürg und die Fränkische Schweiz. Detailliert herausgestellt werden dabei kulturelle und landschaftliche Besonderheiten und informiert wird auch über regionale Projekte und Freizeitaktivitäten. Außerdem dient der Pavillion auch als Schutzhütte bei Schlechtwetter und Sammelpunkt für geführte Wanderungen. Weil die Höhenlinie des Tafelbergs nicht negativ beeinflusst werden durfte befinden sich die Skulpturenstandorte weitestgehend auf den beiden Steigungsbereichen. Ein Rundweg rundet den sehens- und vor allem erlebenswerten NaturKunstRaum ab. tw
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