Singende Fische in der Sommerfrische im Fränkische Schweiz Museum
Von Thomas Weichert
TÜCHERSFELD
Mit rund 60 Zuhörern war das heitere Stück „Singende Fische in der Sommerfrische" von und mit Viola Robakowski und Ruth Weisel vom Fränkischen Theatersommer im idyllischen Fachwerkhausinnenhof des Fränkische Schweiz Museums gut besucht. Die zwei Künstlerinnen erfreuten das Publikum mit einer gewagten Collage aus Texten über die Verrücktheit des Lebens und den Wahnsinn der Liebe und aus Liedern, deren Spannweite von Franz Schubert über Edith Piaf, Kurt Weill und Georg Kreisler bis hin zu George Gershwin reichten.
Mit vielen Liedern zum Lachen und Schreien, aber auch mit zarteren Klängen und ein paar traurigen sehnsuchtsvollen Tönen erzählten sie sie so eine ziemlich ungewöhnliche und leicht verrückte Urlaubsgeschichte. Eine Geschichte getrieben von der Sehnsucht nach Meer und nach Mehr in der sich beide an einem sonnigen Mittwoch in dem exklusivsten Hotel am Strand treffen. Es stellt sich dann schnell heraus dass ein Urlaub selten wie geplant verläuft, vor allem dann, wenn weder die Kofferinhalte noch das jeweilige Gewissen der beiden Damen wirklich rein sind. Auch das Hotel mit leicht skurrilen und dubiosen Erlebnisprogrammen für die Gäste hinterlässt Spuren und führt oft zu extremen Gefühlswallungen. Ganz zu schweigen von Liebesabenteuern und -turbulenzen. So gestaltet sich der Aufenthalt bald als spontane Grenzüberschreitung und Mutprobe, als ungeahnte Sinnsuche und wilde Träumerei. Viola Robakowski und Ruth Weisel verstanden es die Gäste nicht nur oft zum Lachen zu bringen, sondern auch zum Mitmachen zu animieren.
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