Fränkische Schweiz Waischenfeld
»
Die Fränkische Schweiz
»
Nachrichtenarchiv 2020
»
Demonstration für Freiheit und Selbstbestimmung gegen die Corona-Verordnungen am 23. Mai 2020
Demonstration für Freiheit und Selbstbestimmung gegen die Corona-Verordnungen am 23. Mai 2020
BAMBERG
Von Thomas Weichert
Ruhig und friedlich verlief die Demonstration für Freiheit und Selbstbestimmung gegen die Corona-Verordnungen am Samstagnachmittag, die diesmal nicht auf dem Parkplatz des Fuchsparkstadions, sondern im Stadion selbst stattfand. Gekommen waren bei nasskaltem Wetter etwa 250 Menschen. Das Polizeiaufgebot war massiv.
Kurz vor Demonstrationsbeginn wurde bekannt, dass offenbar am Maxplatz in er Innenstadt eine weitere Demo kurzfristig vom Verwaltungsgericht entgegen des durch die Stadt Bamberg dort erlassenen Demonstrationsverbots genehmigt wurde. Dies bestätigte der Einsatzleiter der Polizei Bamberg, Thomas Schreiber. Eilends wurden einige Streifenwägen vom Stadtrand abgezogen um in die Innenstadt zu fahren. Laut Schreiber trafen die Beamten am Maxplatz aber nur ganze drei Demonstranten an. Auch dort verlief alles ruhig und friedlich und ohne besondere Vorkommnisse. Nur langsam füllt sich der Platz mit den 50 genehmigten Demonstranten die gut von der Polizei abgeschirmt werden. Etwa 50 Zuschauer werden noch ins Station eingelassen die weiter entfernt auf dem Rasen zusehen können. Dann ist Schluss und die weiteren etwa 150 Menschen die noch kommen, müssen von außen zusehen. Die Themen sind nach wie vor die Gleichen. Es geht um die Grundrechte, die Maskenpflicht, die Kritik an der Berichterstattung der Medien und gegen den Impfzwang. Nur einige der Redner sind neu.
Grundrechte in Gefahr - Menschenwürde verletzt
Organisatorin Inge Betz erklärt zunächst die Regeln. Abstand halten ist dabei das oberste Gebot. Zuerst spricht Christiane Göbel, die von Anfang an dabei ist. „Es dürfte inzwischen allen klar sein, dass wir hier eine friedliche, bunt gemischte Gruppe aus allen politischen, religiösen und beruflichen Hintergründen sind“, sagt Göbel. Sie Dank der Polizei, die zum Schutz der Demonstranten da sei. Neuer Redner ist Bernd Kullak aus Geisfeld. „Ich sehe, dass man uns die Grundrechte und die damit verbundene Würde, die Menschenrechte und den Frieden und die Gerechtigkeit in der Welt nimmt und massiv darin herumpfuscht“, sagt der Hochbautechniker. Er kritisiert auch scharf die Berichterstattung durch die Presse, allen voran von ARD und ZDF, aber auch örtlicher Medien über die Demo vom letzten Samstag. „Da standen nämlich ganz kuriose an den Haaren herbeigeführte Sachen drin, die hunderte Menschen vor Ort nicht festgestellt haben und dennoch tausende von Menschen mit Lügen und verrückten Geschichten beeinflusst wurden“, sagt Kullak und erntet damit Applaus. Er kritisiert die Linke Liste Bamberg, die in einer Presseerklärung mitgeteilt habe, sie hätte bei der Demo letzte Woche eine große Tendenz zu Rechtsextremismus und Afd-Anhängern gesehen.
Auch OB in der Kritik
Sogar Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) habe auf dem Maxplatz auch solche Beobachtungen gemacht. „Ich kann es mir nicht anders erklären, aber beide müssen allem Anschein nach an Wahrnehmungsstörungen gelitten haben“, so Kullak. Denn man könne nicht 5 Leute heraussuchen und dann 300 über einen Kamm scheren. Der Alumann vom letzten Samstag sei auch kein „eingewickeltes Leberkäsbrödla“ gewesen das einen Journalisten verfolgt habe. „Liebe Journalisten und Politiker, ihr müsst aufhören gegen die Menschheit zu kämpfen und beginnen für sie zu kämpfen – bevor es auch euch zum Nachteil wird“, so Kullaks Appell. Wieder dabei ist auch Marianne Derra die von einem Freund gefragt wurde als sie letzten Samstag in der Zeitung abgebildet war, ob sie nun eine Reichsbürgerin sei. Sie hat ihm geantwortet, dass sie gar nichts ist, sondern für Frieden, Freiheit, Selbstbestimmung und unsere Grundrechte kämpft, sich nicht impfen lässt und schon gar nicht chippen. Sie kämpfe auch für andere Menschen, für die Kinder und Enkel die diese vermeintliche Pandemie einmal bezahlen müssten. Auf ihrem Schild steht ein chinesisches Sprichwort: „Derjenige, der den Berg versetzte, war derselbe, der anfing kleine Steine wegzutragen“.
Auch Thomas Müller ist als Redner neu. Der Vater dreier Kinder im denkfähigen Alter spricht über die Angst. Damit meint er nicht die Angst vor Spinnen, sondern der Angst die durch die Medien und die Politik in die Köpfe der Menschen getriggert wird. „Die Angst die uns lähmt und die uns durch eine kleine Gruppe von Machthabern beherrschbar macht. Inzwischen sollen wir sogar schon Angst voreinander haben“, sagt Müller, denn ganze Bevölkerungsgruppen würden dadurch am Nasenring durch die Manege gezogen.“ Noch einmal spricht Christiane Göbel die unter anderem eine Stellungnahme des Bayreuther Rechtsanwalts und ehemaligen CSU-Bundestagsabgeordnetem Ortwin Lowack zur Maskenpflicht verliest. Göbel ist inzwischen mit Lowack in gutem Kontakt. Zu Beginn der Pandemie hätte das Maskengebot mit bestimmten Ausnahmen noch Sinn gemacht. Lowack, für den die Maskierung zu spät kam, definiert diese eher als „Pflicht zum Maulkorb tragen, um ein „Ungeheuer“, das von maßgeblichen Politikern als Angstkulisse aufgebaut wurde. Dass sich die überwiegende Zahl der Deutschen an dieses widersinnige Gebot halte, zeige nur, wie wenig ausgeprägt der Freiheitswille der Deutschen sei, mit denen die führenden Politiker auch noch Schindluder treiben“, so Lowack.
Nächste Woche wieder am Maxplatz ?
Nach einer Stunde endet die friedliche Demonstration. Nur ein einziger Teilnehmer war als rechtslastig zu erkennen. Der Mann trug ein T-Shirt des „Bündnis Deutscher Patrioten“ (BDP). Darauf angesprochen erklärte er, das er kein Nazi oder Reichsbürger sei, sondern ein Patriot. Neben ihm stand ein Sensenmann mit einer übergroßen Spritze. Er kämpfe gegen die Macht der Pharmakonzerne und die Impfpflicht, Impfgegner sei er aber nicht. Für nächsten Samstag will Inge Betz wieder eine Demo am Maxplatz beantragen. „Wenn es anderen genehmigt wird, müssen sie es uns auch genehmigen“, betont Betz. Sie und ihre Mitstreiter wollen so lange weiter demonstrieren bis alles wieder so ist, wie es war.
Wir hoffen, dass dir unser Forum gefällt und du dich hier genauso wohlfühlst wie wir.
Wenn du uns bei der Erhaltung des Forums unterstützen möchtest, kannst du mit Hilfe einer kleinen Spende dazu beitragen,
den weiteren Betrieb zu finanzieren.